Stein von Reinhard Kleindl

Die ehemalige Wiener Mordermittlerin Anja Grabner will den Fall, der sie ihre Karriere kostete, einfach nur vergessen: die Entführung des Bankiers Bert Köhler, das grausame Katz-und-Maus-Spiel des Täters, die Lösegeldforderungen, denen Körperteile des Opfers beigelegt waren. Und den Ort Stein, wo sich nach einem anonymen Hinweis die Spur verlor. Doch ein Anruf ihres ehemaligen Partners zwingt Anja genau dorthin zurück. Und die schrecklichen Geheimnisse und der abgrundtiefe Hass der verschworenen Dorfgemeinschaft von Stein drohen ihr erneut zum Verhängnis zu werden …

Ich liebe es neue Autoren und deren Bücher kennenzulernen. Erstaunlich, wie viel Fantasie ein Mensch haben kann. Stein von Reinhard Kleindl habe ich vor kurzen entdeckt. Das Buch erschien am 17. September und ist mit über 400 Seiten ausgestattet.

Taschenbuch: 448 Seiten

Verlag: Goldmann Verlag (17. September 2018)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 9783442487981

5 Jahre ist es her, dass Bankier Bert Köhler entführt wurde. Jede Lösegeldforderungen waren gescheitert. Man ist sich sicher, Bert Köhler lebt nicht mehr. Haben Verwandte und Polizisten einige Körperteile von ihm als Päckchen erhalten. Anja Grabner, die den Fall damals aufgenommen hatte, verlor ihren Job, doch kurz bevor sie ihren Urlaub antreten will, bekommt sie einen Anruf von ihrem ehemaligen Kollegen Kaspar Deutsch. Er fand einen neuen Hinweis zu Köhler. Anja will endlich wissen, was vor 5 Jahren passiert aus und ermittelt im Alleingang.

In die Geschichte habe ich gut hineingefunden. Ich finde Anja als Protagonistin sehr interessant. Wobei man zum Anfang nicht wusste, wie man sie einstufen soll. Fakt ist aber, sie ist sehr eigenwillig. Nach dem Anruf und den neuen Hinweisen, zweifelt Anja daran, dass Köhler tot sei. Aber was ist mit den Körperteilen, die an Verwandte gingen. Sind es seine? Und wenn nicht, wem gehören sie dann. Das Buch ist vom ersten Moment an recht spannend gehalten und nur nach und nach, kommen neue Details ans Licht, die einem oft dem Atem anhalten lässt. Man versucht selbst das Rätsel zu lösen, doch war ich vom Ende her sehr überrascht.

Die Schreibweise der Geschichte finde ich sehr flüssig, nicht so bildlich wie ich es erwünscht habe, aber ausreichend. Die Dialoge sehr real. Charaktere gut durchdacht. Eine wunderbare, interessante Geschichte. Sehr zu empfehlen, wobei Thriller nicht ganz passend ist. Krimieroman trifft es in diesem Punkt eher. Das Cover fand ich vom Design her ganz ansprechend, recht Design aber hübsch anzusehen.

Liebe Grüße