Schloss Moritzburg – die Traumkulisse von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Obwohl es bis Weihnachten noch ein paar Wochen sind und der Herbst noch gar nicht so richtig angekommen ist, freue ich mich heute schon auf einen ganz besonderen Film. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für mich ein Pflichtprogramm in der Weihnachtszeit und da, darf der Film gerne öfter laufen als einmal in der Woche. Schon als Kind war ich sichtlich begeistert von diesem Märchen und so verwunderte es nicht, das mein sehnlichster Wunsch es ist, das Schloss Moritzburg zu besuchen. Nun war es endlich so weit und ich dürfte die Traumkulisse des Märchens kennenlernen.

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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Das Waisenkind Aschenbrödel lebt mit ihrer herrischen Stiefmutter auf den Gutshof ihres Vaters. Doch statt Aschenbrödel zu behüten und Ihren Anteil des Hofes zu vermachten, riss die Stiefmutter alles an sich und scheucht mich ihrer leiblichen Tochter Dora, das arme Aschenbrödel wie eine Magd herum. Eines Tages kam der König zu Besuch und der Stiefmutter gelang es durch Schmeichelei, Einladungen für sich und ihre Tochter, zum Hofball zu erhalten. Dort Dora nach dem Plan ihrer Mutter das Herz des Prinzen gewinnen

„Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht. Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht. Zum Dritten: Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein holder Herr.“

Aschenbrödel ließ sich nie unterkriegen, ist tierlieb und geschickt. Eines Tages trifft sie den Prinzen im Waldin ihrer einfachen, verschmutzten Alltagskleidung. Ein Diener des Gutshofes macht sich eines Tages auf den Weg, Stoffe für das Ballkleid zu holen und will auch Aschenbrödel einen Wunsch erfüllen. Doch das Mädchen sprach zu ihm „bring mit, was auf dem Weg vor die Nase kommt“. Es waren drei Haselnüsse, die ihm auf dem Rückweg zum Hof ihm auf dem Schoss gefallen sind. Und diese Nüsse bringen Aschenbrödel Glück. Ihr gelinkt es dank ihnen zum Ball zu gehen.

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Schloss Moritzburg

Das Schloss befindet sich in der Gemeinde Moritzburg, nähe Dresden. Ohne Navi kann man es problemlos von der A4 erreichen und auch die Parkplatzsuche, gelang uns auf Anhieb. Schon vom Weitem, konnte man den Traum vom Schloss erblickten und so näher wir ihr kamen, umso aufgeregter war ich. Und dann stand ich vor ihr und Ja, sie sieht genauso schön aus, wie ich sie auf den Bildern kannte und endlich, stand ich vor ihr.

Das Schloss erhebt sich auf einer künstlichen Insel im Schlossteich. Der Vierflügelbau hat vier direkt mit dem Hauptbau verbundenen Türme und ruht auf einem podestartigen Sockelgeschoss. In den Jahren 1542–1546 ließ Herzog Moritz sein Jagdhaus mit Jagdtrophäen ausstattet. Zu jener Zeit hieß das Schloss noch Dianenburg und wurde erst später nach ihm benannt. Die Schlosskapelle wurde in den Jahren 1661–1672 unter der Leitung von Kurfürst Johann Georg II erbaut. Im Zeitraum 1985–1989 wurde die Schlosskapelle aufwendig restauriert, der damalige Bauleiter, lebt heute in eines der Häuser am Rande des Sees und das kostenfrei bis zum Lebensende. Dies wurde ihm nach dem Bau so versprochen. Ich bin ja schon etwas neidisch.

Im Schloss selber kann man noch viel der alten Zeit entdecken. Preislich liegt der Eintritt bei 8€ pro Person. Mein kleiner Mann dürfte kostenlos das Schloss besichtigen. Über eine Stunde, liefen wir von Zimmer zu Zimmer, schauten uns die Möbel und Gemälde an und ließen uns dank eines sehr freundlichen Personals trotz nicht Führung viel erklären. Manchmal lohnt es sich zu fragen. Im Schloss selbst, habe ich keine Fotos gemacht. Ich hätte die Bilder wohl auch nicht hier geteilt, da ich der Meinung bin, dass jeder dieses Schloss selber einmal besuchen sollte und die Geschichte von Herzog Moritz und die Jahre danach kennenlernen sollte.

Ganz toll finde ich die Option, dass man hier in einem der Teichhäuser übernachten kann. Allerdings ist der Preis nicht ganz ohne. Der Grundpreis von 2 Nächten sind beim kleinem Häuschen 190€. Beim Großen liegt er bei 230€. Wobei, 80€ für eine Nacht ja noch okay ist. Da man aber ein Teichhaus nur für mind. 2 Nächte Buchen kann, kommt am Ende einiges zusammen.

Nachdem wir das Schloss verlassen haben, nahmen wir uns spontan noch eine Kutsche und führen mit Ihr einmal um den See. Für 30€ finde ich dies Okay und man erfährt zudem noch einiges mehr zum Schloss und deren Umgebung. Mein Sohn, der am Anfang wenig erfreut darüber war, hatte am Ende doch eine Menge Freude daran und wollte gleich noch einmal. Ich bin ja sowieso immer ganz begeistert von Kutschfahrten und nutze diese öfter auch in größeren Städten. Unter anderen im letzten Jahr in Dresden und in diesem Jahr in Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem Schloss gibt es noch ein Souvenirshop und ich konnte es natürlich mir nicht lassen, eine weitere Schneekugel für meine Sammlung mitzunehmen. Doch habe ich bei dieser bewusst eine gewählt, die mich nicht nur an das Schloss erinnern soll, sondern zugleich auch an den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Den am Ende war es dieser Film, der mich überhaupt hierher brachte und mein Interesse hierfür geweckt hatte. Wobei ich in den letzten Jahren viele Schlösser und Burgen besucht hatte und ich immer mehr gefallen an die frühere Zeit finde.

Doch irgendwann neigt sich auch dieser Tag dem Ende zu, doch kein Grund zu Traurigkeit, den ich nahm einige Erinnerungen mit, die ich nun hege und pflege. Ob meine Schneekugel, die vielen Bilder oder die Erinnerung im Kopf. Das Schloss kann ich nur empfehlen. Nun verabschiede ich mich heute und lasse euch noch ein paar Bilder da, die ich während der Kutschfahrt gemacht habe.

Liebe Grüße