Schlangengift von John Connell

März 1946: Garmisch-Partenkirchen ist nicht nur ein hübscher Alpenort, der im Krieg kaum zerstört wurde, sondern auch eine Zuflucht für Kriminelle, eine geheime Lagerstätte für Nazi-Beute und der aktuelle Einsatzort für US-Officer Mason Collins. Als ihm Special Agent Winstone von dunklen Geschäften berichtet und kurz darauf ermordet wird, übernimmt Collins die Ermittlungen. Diese erweisen sich als äußerst heikel, denn er stößt auf eine Verschwörung von Nazis und hochrangigen amerikanischen Soldaten. Schon bald verstrickt sich Collins in das gefährliche Netz und weiß nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist …

Mason Collins 2

John Connell ist zurück. Das zweite Band mit US-Officer Masnon Collins erschien im Mai 2018 mit einem Taschenbuchreis von 10€ und ich konnte mir dies nicht entgehen lassen. John ist mit Abstand einer der besten Autoren, wenn es um Nachkriegsund Agententhriller geht. Bereits Winter der Toten (Band 1 der Mason Collins Reihe) fand ich sehr spannend.

Mason Collins 1: München im Winter 1945. Die Stadt liegt in Trümmern, die Menschen hungern und frieren. Die amerikanische Militärpolizei geht gegen Plünderungen und den Schwarzmarkt vor. Chief Warrant Officer Mason Collins jedoch hat einen ganz anderen Auftrag: Er muss einen Serienkiller jagen. Dessen erstes Opfer wurde in den Ruinen einer Fabrik gefunden – der Leichentorso aufgeschlitzt und an der Decke aufgehängt. Dann tauchen weitere Tote auf, auch ihre Körper sind grausam zugerichtet. Schnell wird klar, dass der Mörder über chirurgische Kenntnisse verfügt. Mason glaubt, dem Täter langsam näherzukommen – doch dieser spielt ein perfides Spiel mit dem Ermittler

Mason will sich in die Schmuggler und Schwarzhändler Welt einschleusen lassen. Doch kurz bevor er die Möglichkeit bekommt, geht ein kleiner Krieg zwischen zweier Gruppen los und alles gerät außer Bahn. Immer mehr Tote gibt es und zufällig Opfer, bei denen sich Mason Informationen einholen wollte. Doch sind es nicht die Toten, die ihm so zu schaffen machen, sondern die Art der Morde.

Die Schreibweise des Buches und der Story dahinter finde ich gelungen. Man kann die Gefühle der Personen richtig spüren und nachvollziehen, was das ganze recht spannend macht. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen und habe mich mit Mason wieder sehr vertraut gefühlt. Er hat eine interessante Art, mit der sicherlich nicht jeder klar kommen würde. Die Entwicklung die Mason in dem einem Jahr durchgemacht hat (vom Band 1 zu Band 2) ist schon sehr beachtlich.

John Connell hat als Kameramann mit Steven Spielberg, Ridley Scott und anderen großen Regisseuren zusammengearbeitet. Er liebte es, Geschichten auf den Bildschirm zu bringen, und hat von den besten Drehbuchautoren viel über das Erzählen gelernt. Doch nach einer sehr erfolgreichen Laufbahn im Filmgeschäft wollte er endlich seine eigenen Geschichten schreiben. John Connell lebt nun in Versailles und konzentriert sich ganz aufs Schreiben von Romanen. Mit »Winter der Toten« hat er eine Serie um den US-Officer Mason Collins begonnen, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im zerstörten Deutschland ermittelt.

 

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (21. Mai 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783442484034