Palace of Glass – Die Wächterin von C. E. Bernard

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London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.

Endlich war es so weit, das Buch Palace of GlassDie Wächterin ist erschienen. Schon auf der LBM war ich sehr fasziniert von diesem Buch und habe an jenem Tag die ersten paar Seiten nur so verschlungen. Jetzt habe ich das erste Band der Palace of Glass Reihe gelesen und freue mich, dass schon am 29. Mai das zweite Buch erscheinen wird. Dank einer einfachen und sehr bildlichen Schreibweise, habe ich gut in die Story gefunden und konnte mich mit den Charakteren gut verbinden. Das Cover erblickt uns in dramatischen Blautöne, mit einem roten Seidenband, das sich über ihn zieht. Ich bin einfach total verliebt, zumal das Seidenband eine kleine Rolle im Buch spielt und immer wieder auftaucht. Was es jedoch damit Aufsicht hat, wird nicht verraten.

Mit ihrem Bruder lebt Rea zusammen und beide versuchen so gut es geht über die Runden zu kommen. Das ist nicht immer einfach und Rea verdient sich ihr Geld als Straßenkämpferin. Bis eines Tages das Königshaus sie als Leibwache der Kronprinzen anheuert. Der König, der alle Magdalenen ausrotten will. Das Berühren der nackten ist Haut verboten und sogar strafbar. Die Menschen müssen sich möglichst vom Kopf bis Fuß verhüllen. Doch Magdalenen haben die Gabe, die Gedanken derer zu manipulieren, die sie berühren und es führte dazu, dass das Gesetzt erlassen wurde. Rea ist eine von ihnen und will dieses Geheimnis um jeden Preis schützen. Kann sie im Königshaus mit diesem Geheimnis überleben oder kommt es am Ende doch raus? Die Geschichte ist neu und auf jeden Fall sehr abwechslungsreich.

Hauptcharaktere des Buches sind unter anderen Rea Emris. Sie liebt Faustkämpfe, Theater, zu schauspielern und backen. Rea ist sehr sympathisch und eine positive Protagonistin, die gut in die Story passt. Auch Prinz Robin fand ich als Charakter recht interessant. Rea und Robin haben ein sehr inniges Verhältnis und Rea vertraut ihm. Auch wenn dies hin und wieder gestört wird. Viel erfährt man jedoch nicht über ihn, sodass noch viel Spielraum nach oben ist. Das fand ich persönlich ganz gut, da er so recht geheimnisvoll wirkte. Zum Anfang war Robin recht kühl, doch seine Zuneigung zu Rea hat sein Verhalten geändert. Sehr süß fand ich die Liebeserklärung am Ende des Buches. Doch ob die Zwei je zusammenkommen? Zum Schluss haben wir noch Gräfin Ninon von Orléans, Schwester des Königs von Frankreich. Auch sie spielt in diesem Buch eine große Rolle, obwohl natürlich noch weitere Charaktere im Hintergrund zu erlesen sind. Leider habe ich zu ihr aber noch keine richtige Meinung, da man nicht viel über sie herauslesen kann. 

Ein ziemlich spannendes Buch mit einer sehr interessanten Geschichte. Es ist wirklich alles dabei, echtes Gefühlschaos eben, wenn ihr mich fragt. Ich freue mich schon sehr auf das zweite Buch mit dem Titel Palace of SilkDie Verräterin, zum Glück muss man ja nicht mehr so lange warten. Den Klappentext vom zweiten Band finde ich ja schon ziemlich traurig, aber ich bin über die Story sehr gespannt.

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  • Titel: Palace of Glass – Die Wächterin
  • Autor/in: C. E. Bernard
  • Preis: 14,00€ Taschenbuch
  • Verlag: Penhaligon Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531959
  • Seiten: 416 Seiten
  • Erschien: 19. März 2018

C.E. Bernard ist das Pseudonym von Christine Lehnen, die 1990 im Ruhrgebiet geboren wurde und seitdem in Kanada, den Vereinigten Staaten, Australien und Paris gelebt hat. Ihre Kurzgeschichten wurden mit den Literaturpreisen der Jungen Akademien Europas und der Ruhrfestspiele Recklinghausen ausgezeichnet. Seit 2014 lehrt sie Literarisches Schreiben an der Universität Bonn. Daneben studiert Christine Lehnen Englische Literatur und Politikwissenschaft, forscht zum Thema Kreatives Schreiben und inszeniert Theaterstücke mit der Bonn University Shakespeare Company.

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