Nadjas Katze von Ulrich Ritzel

Soeben habe ich mein zweites Buch in diesem Jahr beendet. Ein Büchlein, das so anderes ist, als die ich bisher gelesen haben. Nadjas Katze von Ulrich Ritzel erschien am 13. November 2017 und ist bereits das 10. Band der Berndor- Krimi-Reihe. Selber gelesen habe ich bisher Band 7 „Beifang“, sowie Band 9 „Trotzkis Narr“. Das Gute, man muss kein Band vorher gelesen haben, um die Story gut folgen zu können, da jede Geschichte für sich ist. So gibt es zwar Momente, die sich mit den Bänden zufuhr verbinden, aber sehr gering. Was mir bei Band 10 aufgefallen ist, das der Autor sich sehr weiter entwickelt hat und in diesem Fall auch etwas wagte. Die Handlung ist viel Lebendiger. Charaktere viel Menschlicher und auch die Schreibweise scheint Erwachsener zu werden.

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Auf der Suche nach vergessenen Autoren – ihrem Hobby – entdeckt die pensionierte Lehrerin Nadja Schwertfeger in einem Antiquariat eine Erzählung über das Kriegsende 1945. Stunden vor dem Einmarsch der US-Army hören in einem kleinen Dorf Einheimische, Flüchtlinge und versprengte Soldaten gemeinsam die Rundfunkübertragung zu Hitlers 56. Geburtstag. Als der Strom ausfällt, läuft die Zusammenkunft aus dem Ruder … Eine Erfindung? Nadja stolpert über ein seltsames Detail: die Beschreibung einer schwarzen Stoffkatze mit rosa Tatzen. Sie selbst besitzt eine solche Katze – die einzige Verbindung zu ihrer Mutter, die sie nach Kriegsende einer anderen Frau überlassen musste. Nadja recherchiert. Hat es ein solches Dorf gegeben? Bald wird sie wirklich fündig. Doch niemand dort will mit ihr reden. Schließlich wird sie auf jemanden verwiesen, der hier ebenfalls aufgewachsen ist und später Polizist wurde: Den ehemaligen Kriminalkommissar Hans Berndorf, der schließlich mit ihr auf eine Zeitreise geht …

  • Titel: Nadjas Katze
  • Autor/in: Ulrich Ritzel
  • Preis: 10,00€ Taschenbuch
  • Verlag: btb Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10:  3442715814
  • Seiten: 448 Seiten
  • Erschien: 13. November 2017
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Ein hübsches Cover, das beste der kompletten Reihe bisher. So verträumt, gleichzeitig so geheimnisvoll. Ich mag es unglaublich gerne. In die Geschichte mit Nadja bin ich sehr gut hineingekommen. Sofort merkte ich, hier ist was anderes. Die Schreibweise, sie ist bildlicher, die Charaktere haben tiefe Eigenschaften und alles in allem, einfach komplett anderes.

Die Story selber spielt in Württemberg, hauptsächlich nach dem Kriegsende 1945. Nadja Schwertfeger findet in einem Antiquariat eine Erzählung, die nach 1945 in einem Dorf in Württemberg spielt. Sie ist unglaublich spannend und behält ein seltsames Detail. Beschrieben wird von einer kleinen Stoffkatze mit rosa Tatzen. Nadja erinnert sich. So eine hatte sie auch, dass einziges Spielzeug, das an ihrer Mutter erinnert. Mithilfe des ehemaligen Polizisten und Privatermittler Berndor ist sie auf der Suche nach dem geheimniss dahinter und nach der Katze.

Eine tolle Geschichte über die Vergangenheit und die Liebe zu den Eltern. Das Buch hat viel Tiefgang und ist zudem unglaublich spannend geschrieben. Ich bin wirklich überrascht und hoffe natürlich, dass es bald Band 11 im Handel geben wird.

Liebe Grüße