Thriller Buchrezension / Film & Fernsehn

Löwenzahnkind von Lina Bengtsdotter

Gullspång, eine Kleinstadt in Westschweden. Als in einer heißen Sommernacht die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwindet, ist schnell klar, dass Verstärkung angefordert werden muss. Mit Charlie Lager schickt die Stockholmer Polizei ihre fähigste Ermittlerin – doch was die Kollegen nicht wissen dürfen: Die brillante Kommissarin ist selbst in Gullspång aufgewachsen. Je tiefer Charlie nach der Wahrheit hinter Annabelles Verschwinden gräbt, desto mehr droht das Netz aus Lügen zu reißen, das sie um ihre eigene, dunkle Vergangenheit gesponnen hat. Doch die Zeit drängt – sie muss Annabelle finden, bevor es für sie beide zu spät ist …

So langsam wird es ziemlich ungemütlich da draußen. Obwohl die bunten Blätter, das Laub auf denn Wiesen wunderschön aussehen, so beschert uns diese Jahreszeit auch viel Nässe und Kälte. Für solch ungemütlichen Tagen, liege ich lieber auf dem Sofa und lese mich in andere Zeiten, Welten oder Abenteuer durch. Vor wenigen Wochen habe ich das Buch Löwenzahnkind entdeckt und fand die Beschreibung der Story recht spannend. Versprochen wird uns hier ein Thriller, doch ob er dies auch halten kann?

Wir befinden uns in Gullspång, einer Kleinstadt in Schweden. Hier verschwindet aus bislang unerklärlichen Gründen das 17-jährige Mädchen Annabelle. Doch was sei passiert? Annabelle war immer ein Freundliches lebenslustiges Mädchen. Für die Bewohner der Stadt steht fest. Abgehauen ist sie nicht. Die Polizei fängt an zu ermitteln, darunter auch Charlie Lager. Sie stammt selbst aus der Stadt, verbindet mit ihr aber keine guten Erinnerungen.

Ich fand die Stadt, sowie deren Bewohner ziemlich seltsam. Sehr verschlossen, etwas merkwürdig und es kommt immer wieder die Frage auf, ob den Bewohner der Stadt nicht vielleicht wussten, was mit Annabelle passiert ist. Charlie hatte es nicht leicht, eine Spur zu finden. Oft wird sie hinters Licht geführt und fängt mit ihrer Suche nach dem Mädchen von vorne an. Dazu kommt, dass oft Erinnerungen ihrer Vergangenheit sie wieder aufholt. Leider wird die Geschichte gar nicht so richtig aufgelöst. Es bleiben so viele Fragen offen, dass es für mich Persönlich einfach kein Ende war. Gut, würde jetzt ein zweites Band erscheinen, dass diese Story einbindet und die Fragen aufklärt, wäre das Ideal. Aber, das wird es eben leider nicht.

Auch die Schreibweise der Story fand ich oft etwas verschlossen. Hier fehlte es mir an Spannung. Obwohl auch ich hin und wieder in die Irre geführt wurde, war einige Szenen Vorsehbar. An sich konnte ich aber das Buch fleißend lesen.

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Leider hat mich das ganze nicht so sehr erfreuen können. Auch als Thriller nicht. Wobei ich diese Geschichte vielmehr in die Genre „Krimi/ Roman“ einstufen würde.

Liebe Grüße