Kindererziehung – Geh nie mit Fremden mit!

Eine Geburt des Kindes ist etwas so wundervolles, das man als Elternteil immer im Kopf behält. Man weiß auch nach vielen Jahren, wie man ins Krankenhaus ankam, wie lange es gedauert hat, ja vielleicht auch wie viel Schmerzen wir Frauen erlitten haben, um am Ende ein so süßes Geschöpf in den Händen halten zu dürfen. Auch ich erinnere mich noch ganz genau daran, an jedes noch so kleinste Detail und auch an die Ängste, die ich vor der Geburt hatte. Eines von ihnen „Was, wenn mein Kind nicht mehr nach Hause kommt“. Man sieht es immer wieder im Fernsehen, das Kinder verschwinden und daher versuchte ich schon so früh wie möglich meinem Kind beizubringen, nie und nimmer mit Fremden Menschen mitzugehen. Ganz egal ob Mann oder Frau.

Aber wie erklärt man es seinem Kind, ohne das er gleich vor jedem „Fremde“ Menschen Angst haben muss? Auf Facebook habe ich euch vor einiger Zeit darüber befragt und möchte mich für die vielen Zusendungen ganz herzlich bedanken.

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Offen damit umgehen!

Kinder lernen schnell und daher ist es ratsam, so früh wie möglich damit anzufangen. Sätze wie, „Nimm keine Süßigkeiten an“, „Spreche mit niemanden, den du nichts kennst“ und „Geh nicht mit Fremden Personen mit“ sind da wohl ein guter Anfang. Auch wir haben schon vor einigen Jahren unserem Kind erklärt, das man dies nicht tut. Ihm erklärt, das es nicht nur gute Menschen gibt und mit der Zeit, hat er dies auch verstanden. Es gibt für dieses Thema einige Bücher. Wir haben uns im letzten Jahr das Büchlein „Max, geh nicht mit Fremden mit“ zugelegt. 

Aber sollte man seine Kinder auch erzählen, was mit ihnen passiert wenn jemand sie mitnimmt? Eine durchaus interessante Frage, die ich bei kleineren Kinder mit nein beantworte. Ich Persönlich halte rein gar nichts davon, meinem Kind solch eine Angst zu bereiten. Bei größeren Kinder, sehe ich es aber anderes. Ab ein Gewisses alter werden die Kids reifer und verständnisvoller für manche Dinger. Wenn es soweit ist, entscheiden lediglich die Eltern. 

Cindy schreibt: Also wir gehen damit sehr offen um. Wir haben von klein auf den Kindern erklärt das es gute und böse Menschen gibt. Und das man von Menschen die man nicht kennt nichts annehmen darf und auch nicht mit ihnen mit darf auch nicht wenn sie sagen das wir sie geschickt haben. Wir haben ihnen gesagt das sie die Leute kennen denen wir vertrauen sie abzuholen und sie auch nur mit den mitgehen dürfen. Falls doch Mal was ist haben wir ihnen beigebracht das sie laut Feuer rufen, da wenn ein Kind Hilfe ruft kaum einer reagiert. Und damit sind wir ganz gut gefahren bisher meine große Tochter ist jetzt 13 und die jüngste 3 und selbst die kleine kann schon unterscheiden mit wem darf ich mit oder was ist gut und was ist schlecht. Ich denke wenn die Kinder das verinnerlicht haben dann geht es aber ganz vor sowas wird man nie geschützt sein

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Geh nicht allein!

Was ich sehr wichtig finde und einem immer wieder zeigt, Kinder sollten nie alleine zur Schule gehen. Inwiefern es also Möglich ist, Kinder immer in Gruppe, mindestens aus zwei, zur Schule oder zum Verein gehen lassen. Besonderes wichtig, einen Weg ausmachen, den die Kleinen gehen sollen. Besonders im Winter, wenn es Früh noch dunkel ist, sollten die Kleinen immer einen Weg nehmen, der Beleuchtet ist. Ich habe bei uns schon oft mitbekommen, das schon die jüngsten den kürzten Weg durch den Wald nehmen. Als Mama, hätte ich bei meinem Kind wohl keine ruhige Minute. 

Maria schreibt: Mein Kind kommt jetzt in die 3 Klasse und läuft ca. 10 Minuten zur Schule. Die erste Zeit hatte ich Angst, habe ich oft abgeholt. In einer Großstadt sind es aber vielmehr die Autofahrer, die mir Angst bereiten. Mein Sohn hat bevor er zur Schule ging viel von uns darüber vorgelesen bekommen und wir haben ihn erklärt, wenn irgendetwas ist, soll er sofort Schreien. Wäre es ein Mädchen, wäre meine Angst aber sicherlich noch größer. 

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Die Sache mit dem Passwort!

Ein sehr interessantes Thema, was ich selber noch nicht kannte, ist die Sache mit dem Passwort. Hierbei wird ein bestimmtes Wort ausgemacht, wenn doch mal etwas sein sollte und jemand das Kind abholen soll. Das Kind kann so einfach nach dem Passwort frage, weiß es die Person nicht, sollte dem Kind beigebracht werden wegzurennen und zu schreien. Hierbei am besten „Feuer“ den wie schon bewiesen wurde, reagieren Passanten eher darauf, als auf „Hilfe“. Das Gilt auch bei Nachbarn. Nur weil man einen Menschen immer sieht, er vielleicht grüßt und auch sonst eine nette Erscheinung macht, sollten Kids steht darauf aufgeklärt werden. Den wie einige frühere Ereignisse zeigten, können auch Nachbarn alles andere als nett sein. 

Nicole schreibt dazu: Ich habe 2 Mädchen und wir sind auch ganz offen mit dem Thema umgegangen. Meine kleine ist 2 Jahre und begreift es langsam, meine große ist 6 Jahre und hat es verstanden. Wenn jemand kommt und behauptet wir haben ihn geschickt, meine Tochter kennt ihn aber nicht, fragt sie nach dem Passwort. Sollte die Person es nicht wissen oder es falsch sagen soll sie sofort feuer rufen ganz laut und ganz oft und versuchen so schnell wie möglich an Hilfe zu kommen. Achja und mit Kampfsport fängt sie auch im September an ( sie wollte es) 😊

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Ob direkt und Schonungslos oder süß verpackt. Kinder sollten immer aufgeklärt werden. Es ist nie zu spät und man kann nie zu früh damit anfangen. Es gibt viele Wege und wenn man selber nicht weiß, wie man es am besten erklärt, sind Bücher sehr hilfreich. 

Für mehr Selbstvertrauen helfen Selbstverteidigungskursen. In den meisten Städten wir er kostengünstig angeboten. Eine Alternative sind Kampfsportarten. So wird auch Kai im Herbst mit Kick-Boxen anfangen. Diesen dürfte er bereits einige Male kostenfrei ausprobieren. 

Liebe Grüße