In der Mitte der Nacht von Minette Walters

September 1348: Seit Monaten wütet die Pest in Südengland. Lady Anne of Develish ist es gelungen, ihre Schutzbefohlenen in Sicherheit zu bringen. Doch die Versorgung wird mit der Zeit immer schwieriger. Ihr geliebter Verwalter Thaddeus ist losgezogen, um Vorräte zu beschaffen und weitere Überlebende zu retten. Da er als Bastard eines Leibeigenen über keinerlei Einfluss verfügt, nennt er sich mit Lady Annes Billigung kurzerhand »Milord of Athelstan«. Eine hochgefährliche Strategie: Auf eine derartige Titelanmaßung steht nichts anderes als der Tod. Der Plan geht gut, bis Hugh de Courtesmain auftaucht, der neidzerfressene ehemalige Verwalter von Develish. Thaddeus wird gefangengenommen und verhört. Wird Lady Anne ihn retten können, bevor er – und mit ihm die Gesellschaft von Develish – verloren ist?

Historischer Roman

Lange habe ich darauf gewartet, dass es nun endlich weiter geht. Wie gespannt war ich über den Verlauf der Story und war ziemlich überrascht, wie unterschiedlich die Bände auch sind. Das erste Buch “ Die letzte Stunde“ hat ja ein recht trauriges, fast schon furchtbares Ende gehabt und man musste einfach nun weiterlesen, um zu hoffen, dass es doch noch ein gutes Ende nimmt. Wie auch beim ersten Band war der Schreibstil… Ich muss es sagen „MEGA GEIL“. Sehr Bildlich, sehr mitreisend. Man vergisst quasi alles um einen herum.

  • Autorin: Minette Walters
  • Übersetzer: Sabine Lohmann, Peter Pfaffinger
  • Verlag: Heyne
  • Preis: 22€,Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
  • Seiten: 544 Seiten
  • ISBN: 978-3-453-27172-2
  • Erscheinungsdatum: 13. Mai 2019

Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt „Im Eishaus“, das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.

In die Geschichte habe ich gut hineingefunden. Sofort waren mir die Charaktere vertraut, auch wenn ich das Gefühl hatte, etwas verändert. Zumindest ein Stück und so recht weiß ich gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Man bekommt einen gewaltigen Einblick über die Zeit von Früher und sollte sich demnach schon Gedanken machen, dass es uns eigentlich ziemlich gut geht und wir dankbar sein können, dass gewisse Krankheiten ausgerottet sind. Auch das Ende dieses Buches war unvorhersehbaren. Man wusste nie so recht, wie es weiter geht und wurde jedes Mal aufs neue Überrascht. Wie ich lesen könnt, bin ich noch ziemlich geflasht.

Der Hauptcharakter des Buches ist Lady Anne. Sie hatte es bislang geschafft, erfolgreich die Pest von Develish fernzuhalten. Ich mochte sie sehr. Eine Sympathische, glücke und mutige Frau die ihrer Zeit immer Voraus war. Ihre Tochter Lady Elenore war da wieder etwas anderes. Zu Wild, Forsch und manchmal, möchte man ihr einfach den Weg zeigen, den sie lieber gehen sollte. Schön fand ich, dass am Ende hin ihr Verhalten verändert war und die böswillige Tochter doch ein gutes Herz hatte. Da hätten wir aber auch noch Thaddeus. Irgendwie bin ich noch nicht so richtig warm mit ihm.

Die Handlung des Buches ist gut durchdacht. Man hat sich viele Gedanken gemacht und einfach sein ganzes Herz hineingesteckt. Der Roman ist wahrhaftig für jeden Historik Fan geeignet oder für die, die es noch werden wollen. Das Büchlein mit den 544 Seiten wurde aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und gibt nahezu jeden guten Einblick in das ganze Land. Dazu hilft übrigends auch eine wunderschöne Karte, die sich im Buch befand.

Liebe Grüße