Himmelsblume auf Burg Posterstein – dem Rätsel auf der Spur

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Ob Regen, Wind oder Schnee. Für uns gibt es keinen Grund drinnen zu bleiben. Den, auch wenn das Wetter vielleicht nicht zum Spielplatz einlädt, so nutzen wir solche Tage gerne, um Schlosser, Burgen, Museen oder andere Indooraktivitäten kennenzulernen. An diesem Wochenende nutzen wir die Gunst der Stunde, um nach über zwei Jahre die Burg Posterstein zu besuchen. Den zwischen Ritter und Salondamen, lädt die Burg derzeit auf eine spannende Schatzsuche ein.

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Burg Posterstein

Die Burg Posterstein, ist eine Höhenburg auf einem Felsvorsprung über dem rechten Ufer der Sprotte in Posterstein im Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Die Burg, die hier auch „Stein“ genannt wird, ist aus einer kleinen Ministerialenburg aus dem späten 12. Jahrhundert hervorgegangen, die in der Renaissancezeit überbaut wurde.

Wann ich zum ersten Mal hier war, kann ich gar nicht genau sagen. Ich glaube mit 6 oder 7 und mit meinen Großeltern. Damals sind wir im Wald einem Pfad von Nöbdenitz hier hergelaufen. Heute führt ein schöner Wanderweg/Fahrradweg entlang der Sprotte hier her. Zu entdecken auf den Wegen gibt es viel. Doch erfreut man sich auch über die Ankunft in Posterstein und betritt über die Schwelle der Tür, eine komplett andere Welt.

Geöffnet hat die Burg von Dienstag bis Sonntag. Zeitlich von 10 Uhr bis 17 Uhr, bzw. am Sonntag und Feiertagen auch bis 18 Uhr. Reichlich Zeit, um die Burg in Ruhe bestaunen zu können. Auch der Preis von gerade einmal 4€, kann sich wirklich sehen lassen. Kinder bis 6 Jahren, dürfen das Leben der Ritter und Salondamen kostenfrei kennenlernen.

An der Kasse bekommen Familien derzeit eine Schatzkarte. Hierbei verfolgen wir den schwarzen Ritter und begeben und auf Buchstabensuche. Wo sich welcher befindet, das erlesen wir auf der Karte. Hier bekommen die Kinder zusätzliche Hinweise.

Und dann ging es auch schon los. Unsere erste Anlaufstelle, das Gefängnis. Ein recht interessanter Eingang erwartete uns, sowie eine erschreckende Information. Gefangene, die in ein Loch abgeseilt wurden. Ein Raum ohne Türen, Fenster oder jegliches Licht. Mein Kind, der mit Spannung zuhörte, frug am Ende „Sind da jetzt noch Böse drin?“. Etwas süß, wenn Ihr mich fragt. Für ihn unvorstellbar, wie Menschen tief unten Tage, vielleicht sogar Wochen verbringen mussten. Das Verlies, das auch Angstloch genannt wird, hat einen kleinen Einstieg. Und da Mama zu langsam war, machte der Kai kurzerhand das Gitter zu. 

Der Weg führte uns nun nach oben und wir bestaunen die Kleidung und Waffen der Ritter. Dürften sogar ein Kettenhemd anfassen. Unfassbar schwer. Aber interessant, es von nah zu sehen und berühren zu dürfen. Mein Sohn war sehr fasziniert, und würde am liebsten auch ein Ritter sein. Doch vermag es mehr, als nur die Waffen und Rüstung zu tragen und so erzählten wir unserem Spatz, was Ritter alles taten, um die Herrscher und Herrin zu beschützen.

Auch die Kleidung der Salondamen, der Bauern und Magt, war hübsch anzusehen. Dazu muss ich aber sagen, dass ich von solch Kleidung sehr angetan bin. Ich mag die frühere Zeit und erfreue mich über neue spannende Fakten des früheren Lebens. Wobei ich auch sehr froh darüber bin, das wir heute eine Toilette mit Spüle haben, und nicht wie im Mittelalter leben müssen. Könnt Ihr euch vorstellen, wie die Luft im Hause und auf den Straßen wäre. Doch früher war es eben so und eines der „Plumsklos“ vom Burg Posterstein, kann man noch bestaunen. Aber keine scheu, riechen tut hier nichts mehr.

Durch den Rundgang lernten wir viel über das Leben der Zeit auf der Burg und deren Umgebung kennen. Wir bestaunten vielen Bildern, Skulpturen und Möbeln. Ein recht interessanter Raum war der Gerichtsraum. Insbesondere fällt einem hier der „große Schrank“ auf. Im großen Schrank verbirgt sich ein Fluchtweg. Durch diesen gelang es in die untere Etage und früher vielleicht auch weiter hinaus aus der Burg. Ganz hübsch fand ich auch die Tongefäße sowie das Porzellan. Im früheren Gerichtsrsraum, kann man sich heute auch Trauen lasse. Der Burgkeller spendet im Sommer kühle und kann im Winter warm beheizt werden. Dort, wo einst das Burggespenst schlief, können auch privaten Feste gefeiert werden.

Auch hoch hinaus geht es. Stolze 25 Meter. Auf der Plattform des hohen Bergfrieds der Burg Posterstein, wartet nicht nur eine schöne Aussicht, sondern auch Informationen über Verteidigung im Mittelalter. Von hier oben könnt ihr die A4 sehen, die Umgebung betrachten und bei schönem Wetter recht weit in die Ferne schauen.

Doch irgendwann kommt man dem Ende nah. Haben wir jetzt auch keinen Buchstaben vergessen? Kai schaut noch einmal drüber und…. wir haben das Lösungswort. Nun heißt es noch ausfüllen und abgeben. Vielleicht wird Kai zu Weihnachten ja vom Burggespenst Posti und dem Drachen Stein überrascht. Es heißt also Daumendrücken.

Die Idee mit der Schatzkarte finde gut umgesetzt und sollte es immer geben. Man muss ja nicht immer was gewinnen. Kinder lernen dadurch spielerisch das Leben auf der Burg kennen und freuen sich, wenn sie das Lösungswort entdeckt haben. Dieses kann man ja immer verändern. Für uns war es ein toller Nachmittag und am Ende ließen wir es uns nicht nehmen, auch ins Gästebuch einen Gruß dazulassen.Sicherlich könnte ich noch viel mehr erzählen, doch möchte ich, das ihr selber einmal hier her kommt und euch die Burg anschaut. Vielleicht trifft ihr ja auch das Burggespenst Posti und dem Drachen Stein. Doch wenn ihr heute schon auf dem laufenden sein wollte, und mehr über die Burg erfahren möchtet, so begleitet das Team von Posterstein auf ihrem Blog: burg-posterstein.de

Wir werden mit großer Sicherheit wieder kommen. Wenn nicht gleich im nächstem Jahr. Aber in 2-3 Jahren auf jeden Fall. Und wer weiß. Vielleicht kommen wir dann ja auch zu viert hier her^^.

Liebe Grüße

PS: Mein Kind war gnädig mit mir und ließ mich dann doch wieder aus dem Verlies hinaus.

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