Thriller

Hagerstown von Edward Ashton

Den Satz nur mal gucken, kennt mein Mann nur all zugute. Doch in meinem Fall will ich weder in Geschäften mit Schuhen oder in Läden mit anderen Kleidungsstücken. Nein, ich will in unserer Buchhandlung um die Ecke. Bekannt bin ich hier schon und so werde ich auch an jenem Tag freundliche bei Namen angesprochen. Sofort werden mir die ersten Neuerscheinungen präsentiert. Klar das aus dem nur mal gucken locker eine Stunde vergehen kann. Doch habe ich einen geduldigen Partner an meiner Seite, der während ich in meiner Bücherwelt versunken bin, schon Mal alleine einkaufen geht, damit ich in Ruhe stöbern kann. Und er weiß, ohne nicht mindesten 1 Buch gekauft zu haben, werde ich diesen Laden nicht verlassen.

An diesem Tag, irgendwann im April, versag jedoch all meine verknüpft in einen enormen Kaufrausch. So dürften nicht nur 1-2 Bücher mit nach Hause kommen, sondern gleich 7. Man möge aber zu erwähnen, das 4 davon für meinen Sohn bestimmt waren. Eigentlich sollten es nur 6 werden, wobei 6 schon recht viel ist, doch da erblickte mich ein Buch, das mich sofort in den Bann zog. Ein Cover, das so ergiebig ist, so interessant und geheimnisvoll

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Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus – doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit … Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Einer Gesellschaft, die ganz und gar auf Sicherheit ausgelegt ist, widerfährt etwas Unerklärliches. Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den „Unveränderten“ und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …

  • Autor: Edward Ashton
  • Titel: Hagerstown
  • Preis: 14,00€ [D] 
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag:  HarperCollins
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959670826
  • erschienen am: 10.04.2017

 

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Von Edward Ashton hatte ich bis dato kein Buch gelesen und dennoch, kam mir alles so vertraut vor. In die Geschichte habe ich schnell hineingefunden und dank einer guten Schreibweise, ließ sich das Buch fließend lesen. Wie lange ich damals hierfür gebraucht habe, weiß ich heute nicht mehr. Aber meist sitze ich an einem Büchlein 2-3 Tage. Wobei es heute auch mal vorkommt, das ein spannendes Buch auch in einer Nacht durchgelesen ist und ja, der Schlaf kommt bei mir eindeutig zu kurz.

Anders und Terry, zwei der Hauptcharaktere des Buches, fand ich vom ersten Moment an, sehr sympathisch. Gary hingegen musste mein Vertrauen erst gewinnen. So kam er zum Anfang etwas „trottelhaft“ rüber, entpuppte sich mit der Zeit aber zu einem echten schlauen Bürstchen. Die drei gehen sehr liebevoll Miteinander um, auch wenn man das ab und an nicht so sehen mag. Eliese, die vierte im Bunte, war zum Anfang etwas schwer einzuschätzen. Die teilweise humorvollen Gespräche der Vier, passt super zum Inhalt, der mit der Zeit recht düster wird. Und dennoch haben die drei nicht vergessen, wo sie herkommen und die Freundschaft das Wichtigste ist. Was mich im Laufe der ersten Kapitel sehr überrascht hat, war das Alter der Figuren. Man ging davon aus, dass sie ein jugendliches Alter haben müssten. Schätzungsweise 18–20 Jahre. Doch waren die Charakte um einiges älter.

Im Laufe der Story kommen andere Charaktere hinzu. Doch bis auf Tariq, sind sie nur Nebenfiguren der Handlung. Tariq finde ich als Person recht interessant. Nicht zuletzt, weil man nicht viel von ihm weiß und er eine merkwürdige Art an sich hat. Er hat es aber geschafft, Elise in die sichere Zone zu bringen, doch verschweigt er ihr einiges. Er redet immer wieder von einem Auftrag, doch, um welches es sich hierbei handelt, erfährt man nur bedingt.

Nachdem man nur einige Kapitel gelesen hat, wurde klar, mit Thriller hat das hier wenig zu tun. Vielmehr würde ich die Story „Science Fiction-Triller“ einordnen. Den wo ist das Virus, von dem hier zum Anfang die Rede war? Dennoch, ein spannendes Buch war es trotzdem. Auch wenn mich das Ende leider nicht erfreuen konnte. Gruselig, wie die Menschen das Brainbump zu sich nahmen, ohne zu wissen was darin ist. Traurig auch die Wandlung von Dimitri „einer der Figuren die später dazu kam„, der sich nun gegen seine Freunde entschieden hatte und sie erschießen will….. Ach ich merk schon, ich erzähle schon wieder viel zu viel.

Inzwischen wird das Buch im meinem Freundeskreis rumgegeben und die Meinungen sind so verschieden wie Tag und Nacht. Würde ich Sterne gebe, so würde ich wohl 3 1/2 geben. Aber das heißt ja nicht, das ihr das genauso sieht wie ich.

Liebe Grüße