Die Suche von Charlotte Link

In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Schlaflose Nächte mit Charlotte Link

Von Charlotte Link habe ich schon einige Bücher verschlungen und freute mich, dass am 01. Oktober 2018 ein weiterer Krimi von ihr erschienen ist. Natürlich konnte ich daran nicht vorbeigehen und habe die über 600 Seiten in nur wenigen Tag mit Spannung belesen. Den immer, wenn man denkt, man weiß wer der Mörder ist, wird man in den darauffolgenden Seiten eines Besseren belehrt.

Das Cover finde ich wieder einmal sehr hübsch gestaltet. Bei Charlotte sind diese immer mit einer Landschaft verbunden. Obwohl diese so ganz bezaubern aussehen, wird die Farbe so geändert, dass sie etwas Düsteres haben. Eben passend zu einem Krimi. Ich jedenfalls mag sie sehr gern. In die Geschichte mit Detektive Sergeant Kate Linville von Scotland Yard bin ich gut hineingekommen. Zum Anfang geht es recht ruhig zu, doch schnell hebt sich die Stimmung und man wird über den Schockierenden Leichenfund alarmiert.

Im Gegensatz zu den Vorhergehenden Bücher, fielen hier einige Namen und ich hatte hin und wieder einige Probleme, diese zuzuordnen. Gerade zum Anfang, musste ich mir ein paar Notizen machen, um nicht wieder vorblättern zu müssen. Auch ist die Handlungsstränge komplett anders. Man hatte Teilweise das Gefühl, als würde eine komplett andere Autorin dieses Buch schreiben. Dennoch fand ich die Bildliche Schreibweise sehr hilfreich, um dem Geschehen gut folgen zu können.

Aber Vorrum geht es in diesem Buch eigentlich. Der Hauptcharakter des Buches ist Kate. Sie kommt nach vielen Jahren zurück in ihr Heimatdorf, nachdem ihre Mieter das alte Elternhaus völlig zerstört zurückgelassen haben. Kate will für Ordnung sorgen und das Haus verkaufen. Während dieser Zeit, kommt sie bei einer Familie unter, deren Tochter am nächsten Tag spurlos verschwindet. Ist sie weggelaufen oder entführt? Als am selben Tag die Leiche eines gleichaltrigen 14-jährigen Mädchens auftaucht, das monatelang als vermisst galt, erscheint die Situation in einem völlig neuem Licht.

Ich fand das Buch sehr Spannend. Kate hat einen interessanten Charakter, der sich im Laufe der Story etwas verändert. Sie wird reifer, zeigt Mut und beeinflusst den Fall sehr. Ich bin auf ein weiteres Buch von Charlotte sehr gespannt. Hoffe aber, dass sie da nicht so viele Namen und Familie einbezieht.

Liebe Grüße