Die schwarze Zauberin von Laurie Forest

Es gab Zeiten, da saß ich lieber vor dem PC und zockte über Stunden HDRO *Herr der Ringe Online* und konnte mir bis dato nie vorstellen, dass ich dies gegen Bücher eintauschen würde. Doch es ist so und statt Stunden vor dem Bildschirm zu sitzen, mache ich es mir heute auf dem Sofa gemütlich. Besonders vor dem Schlafen gehen, tauchen ich sehr gerne in andere Welten ab. Ob in die Tiefe des Ozeans, in die dunklen Wälder oder nach Gardnerin. Nie von gehört? Kein Wunder. Es ist ein Land, das nur im Buch „Die schwarze Zauberin“ vorkommt und uns die dunkel Seite der Magie zeigen vermacht. Das Buch bekam ich vor einiger Zeit als Rezensionsexemplar zugeschickt.

Laurie Forest lebt in der hintersten Provinz von Vermont, wo sie vor einem Holzofen sitzt, starken Tee trinkt und sich Geschichten über Baumgeister, Drachen und Zauberstäbe ausdenkt. „Die Schwarze Zauberin“ ist ihr erster Roman.

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Die 17-jährige Gardenierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardenier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.

  • Titel: Die schwarze Zauberin
  • Autor/in: Laurie Forest
  • Preis: 18,00€ Hardcover
  • Verlag: HarperCollins
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783959677363
  • Seiten: 592 Seiten
  • Erschien: 05.03.2018
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Ein wunderschönes Cover. Schwarz, doch die Schrift und der Vogel erleuchten in einem lila-rosa Farbspiel. Bevor man sich mit dem Buch und der Story befasst, können wir uns als Erstes eine Landkarte des Landes Gardnerin anschauen. Hier bekommen wir Informationen, wo sich der Wald, die Universität, das Militär von Gardnerin, sowie die Militärbasis der Vu Trin befinden. Vorerst mag es einem etwas befremdlich sein, doch im Laufe des Buches, hilft es einem die Story viel bildlicher zu verstehen.

In die Geschichte habe ich sehr gut hineingefunden. Das Buch geht mit einem Prolog und der erst 3 Jährigen Elloren los. Sie erzählt, wie glücklich Sie ist und wie sehr Sie die Zeit mit Ihrem Onkel liebt. Beide gehen durch den Wald und Elloren, bekommt von Ihrem Onkel einen Stab. Er versucht ihr die Macht zu zeigen, die Sie besitzt…. Ein wunderbarer Einstieg, der sehr gut durchdacht ist. Das erste Kapitel beginnt 14 Jahre später. Elloren wächst abgeschieden mit Ihren Brüdern bei Ihrem Onkel auf dem Land auf. Es war immer ein Traum von Ihr auf die Universität zu gehen. Sie schafft es auch und lernt hier viele unbekannte Wesen kennen. Aber auch viel über ihr eigenes Volk und dabei entdeckt Sie immer mehr Ähnlichkeiten zu ihrer Großmutter. Doch stolz ist Sie darauf nicht, den diese war die berühmte schwarze Zauberin. Elloren will beweisen, dass Sie anderes ist, und entdeckt bald darauf interessante Fakten über ihre Großmutter.

Die Charakter des Buches sind vielschichtig angelegt. Elloren ist mir vom ersten Moment an sehr sympathisch, doch ist sie auch öfter sehr Naiv. Fallon Bane, die Feindin von Elloren hingegen, ist eine ziemliche Zicke und ich mag sie einfach rein gar nicht. Dennoch passt sie wunderbar in die Geschichte und gibt ihr immer wieder das Gewisse etwas. Die spannende und oft sehr reale Story „und das, obwohl es sich hierbei um Fabelwesen und Magie handelt“ verarbeitet das Thema Vorurteile. Immer wieder wird einem bewusst, das auch wir so sind und viele Vorurteile von Gewissen „Menschen“ haben.

Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass diese schnell durchgelesen sind und man hier nicht unnötig in die Länge zieht. Besonders gut gefallen haben mit die vielen überraschenden Wendungen im Buch. Man hat nie vorhersehen können was passiert, sodass dieses Buch einem wahnsinnig fesselte. Hin und wieder ähnelte das Buch wie bei „Harry Potter“. Ob es an der Magie, an der Universität oder dem ganz drum herum lag, kann ich jedoch nicht sagen. Man hatte es einfach ab und an im Gefühl. Ein Cliffhanger lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Und ich hoffe so sehr, dass es mit Elloren weiter geht. 

Liebe Grüße