Die Moortochter von Karen Dionne

Hab ihr schon Mal ein Buch gelesen, das euch noch eine Woche später total beschäftigt hatte? Ein Buch, das so spannend und gruselig ist, das man es gar nicht an einem Stück lesen kann, es aber einem ziemlich schwer fällt wegzulegen? So ein Buch habe ich vor Kurzem entdeckt und dieses möchte ich euch heute vorstellen. „Die Moortochter“ von Katen Dionne, erschien am 24.7.2017 und ist für 12,99€ käuflich als Taschenbuch zu erwerben. Unter anderen in der örtlichen Buchhandlung.  Von Autorin Karen Dionne hatte ich bislang kein Buch gelesen, umso gespannte war ich auf die Story. 

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Klapptext: Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

  • Autorin: Karen Dionne
  • Titel: Die Moortochter
  • Preis: 12,99€ [D, Broschiert] 
  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (24. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442205352
  • erschienen am: 24.07.2017

 

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Karen, die selber Jahrelange mit ihrem Mann und Kind in einer Hütte mitten im Wald gelebt hatte, hätte die Geschichte nicht besser schreiben können. Durch die Erfahrungen, die sie in der Wildnis sammeln konnte, hatte sie die idealen Voraussetzungen, in die Story sehr lebendig wirken lassen. Schon vom ersten Moment an, bescherte mir das Buch Gänsehaut und ich vertiefte mich immer mehr in die Geschichte.

Das Buch besteht hauptsächlich aus Rückblenden und man erfährt nur langsam, über das Leben von Helena und warum sie ihren Vater verfolgt. Nun besteht das Büchlein nicht komplett aus Verfolgung und der Jüngeren Helena, sondern auch über das Leben als Einsiedlerdasein in der Wildnis. Durch Helenas Geschichte sehen wir die Natur mit anderen Augen. Kommen Tiere so nah, wie wir es nur in unseren Träumen wünschen. Aber auch, wie wir sie jagen und ums Überleben kämpfen. Zwischen ruhigen Minuten mit Helena und der Natur werden wir von grausamen Taten wach gerüttelt. Helena erinnert sich an die grausamen Taten, die ihr als Kind widerfahren sind. An das Verhalten des Vaters, einen sehr nazistischen/ brutalen Menschen, der über Helena und ihre Mutter zu bestimmen vermag.

Nun ist er aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen und Helena will diesen Mann, den sie nicht wagt Vater zu nennen, finden. Doch wird sie es schaffen? Schließlich lebte er sein ganzes Leben in der Wildnis und kennt sie besser, als kein anderer. Doch Helena will ihn nicht entkommen lassen, schon einmal hat sie es geschafft ihn ins Gefängnis zu bringen, damit ihre Mutter und sie endlich frei sind. Und sie weiß, das ihr Vater sich an ihnen rächen will, doch muss Helena aufpassen und schneller sein als er, damit er ihrer Familie nicht zu nah kommt. 

Das Buch ist sicherlich nichts für schwache Nerven und widerspiegelt einen brutalen und psychopathischen Vater. Ein Mann, der ein kleines Mädchen in den Wald verschleppt, dort komplett von der Außenwelt abschottet, sie schlägt, vergewaltigt und dennoch, war dieser Mensch zu Kindheitstagen ein Held für Helena. Erst als sie älter wird, erkannte sie, was ihr Vater ihr eigentlich antut und ….

Nun, ich könnte noch Stunden weiter schreiben, aber sollte wohl an dieser Stelle aufhören. Einfach, weil jeder selber das Buch lesen sollte, der auf Psychothriller steht. Ich für meine Verhältnisse fand das Buch unglaublich spannend und beängstigend zugleich. Hab es auch nicht an einem Stück lesen können, auch wenn mir das Weglegen oftmals schwerfiel. Dennoch nimmt es einen schon sehr mit und bringt einem durchaus zum Nachdenken.

Liebe Grüße