Die goldene Stadt von Sabrina Janesch

Ich liebe es durch die Buchhandlung zu laufen, neue Bücher zu entdecken und mich in unbekannte Welten zu stürzen. Dabei sind mir die kleinen Buchhandlungen am liebsten. Sie strahlen noch einen gewissen Flair aus, sind gemütlich und der Duft von frisch gedruckten Bücher kommt hier einfach am besten zur Geltung. Von einiger Zeit ist mir ein Buch aufgefallen, das ein Cover hatte, das so gar nicht zum Titel passte. Bzw. war es zu dieser Zeit noch eine Leseprobe. Aber genau das ist es, was das Büchlein umso interessanter machte.

Natürlich konnte ich dann nicht einfach weiter gehen. Das Buch Die goldene Stadt kostet 22,95€, meine Ausgabe habe ich jedoch Geschenkt bekommen. Ein stolzer Preis, wenn man bedacht das ich Autorin Sabrina vorher noch nicht kannte.

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Peru, 1887. Das ganze Land redet nur von einem Mann – und seiner großen Entdeckung: Augusto Berns will die verlorene Stadt der Inka gefunden haben. Das Medienecho reicht von Lima bis London und New York. Doch wer ist der Mann, der vielleicht El Dorado entdeckt hat? Alles beginnt mit einem Jungen, der am Rhein Gold wäscht und sich in erträumten Welten verliert, der später in Berlin den glühend verehrten Alexander von Humboldt befragt, um bald darauf einen Entschluss zu fassen: Er, Berns, will die goldene Stadt finden.

  • Autorin: Sabrina Janesch 
  • Titel: Die goldene Stadt
  • Preis: 22,95€ [D, Gebundene Ausgabe] 
  • Broschiert: 528 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871348384
  • erschienen am: 18. August 2017

 

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Wie ihr schon gelesen habt, passt das Cover nicht ganz zum Titel. Doch strahlt es eine Eleganz aus und dieses passt super zum Inhalt. Den Prolog fand ich recht interessant. Sabrina erzählt etwas zur Entstehung des Buches, über ihre Recherche und zeigt uns hier eine Karte, sowie zwei Schwarz-Weiß Bilder. Obwohl dies eigentlich ein guter Einstieg zum Buch war, fand ich die ersten Kapitel etwas holprig. Besonderes das erste Kapitel fand ich etwas schwierig zu lesen. Das lag allerdings nicht an der Schreibweise selber, die diese war gut, sondern an den recht kühlen Ton. Augusto R. Berns, der Protagonist des Buches wurde zum Anfang ohne jegliche Emotionen vorgestellt. So war er zwar als Kind sehr verträumt und sehr neugierig, mehr erfuhren wir aber  nicht. Das Buch ist in einer „Präsensform“ geschrieben, was es umso schwerer macht, in das Geschehen hineinzufinden. Dennoch, ab dem 2 Kapitel, wird alles ein wenig leichter.

So lese ich nun vor mich hin, dachte an nichts Böses, doch schnell passierte das erste Unglück und der Vater des Jungen stirbt. Für Augusto und seinen Geschwister wird es nicht leicht und sie müssen sich quasi durchs Leben kämpfen. Nun kommen auch die Emotionen hoch und die Figuren werden lebendiger. Die Geschwister müssen hart Arbeiten, um nicht hungern zu müssen und dann trifft Augusto eine folgenschwere Entscheidung. Er will fliehen. Ziel ist es die Berge von Peru zu erreichen.

Obwohl sich das Buch nach einigen Kapiteln fließend lesen lässt, so habe ich dennoch meine Schwierigkeit Der distanzierte Schreibstil macht es einen nicht einfach, die nähe zu Augusto aufzubauen. Mit dem Buch hatte ich einen schwierigen Start, doch es lohnt sich bis zum Schluss zu lesen. Es wurde immer spanender um Augusto R. Berns und man will schließlich wissen, ob er . Stopp! Hier erfahrt ihr nichts mehr von mir.

Liebe Grüße