Der Fluch von Pendle Hill von Oscar de Muriel

Es ist ja nicht so, als hätte ich den ganzen Tag nichts zu tun. Aber das Lesen ist einfach mein Hobby. Vor Kurzem bekam ich von einer Leserin die Frage, ob ich den auch arbeiten gehe und wie ich das mit dem lesen so schaffe! In der Tat lese ich viel, sehr viel sogar. 2 Stunden am Tag ist locker drin. Zum einen liegt es eben daran, dass ich nicht viel schlaf brauche, zum anderen brauche ich das lesen, um überhaupt schlafen zu können. Wir Menschen sind eben Gewohnheitstiere und ohne ein Buch, gehe ich nicht ins Bett. Und arbeiten.. da wäre ja noch was. Klar, arbeiten gehe ich natürlich auch. Wie viel ja bereits wissen, arbeite ich nun schon seit einem halben Jahr nachts, und obwohl ich eigentlich gar nicht solange dort bleiben wollte, gefällt es mir und ich kann mir gut vorstellen, dies einige Jahre zu machen. Da ich sonst keine anderen Hobbys habe, schaffe ich es so natürlich meinem SUB auch schnell wieder abzubauen.

Heute möchte ich Euch das Buch Der Fluch von Pendle Hill von Oscar de Muriel vorstellen. Es ist bereits das zweite Band, doch das Erste muss man hierfür nicht gelesen haben. Auch ich kannte den ersten Teil nicht und hatte keine Probleme, mich in die Story hineinzulesen. Erschienen ist es am 15. Januar.

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Neujahr 1889. In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt ermordet ein gefährlicher Psychopath eine Krankenschwester. Kurz bevor ihm die Flucht gelingt, unterhält er sich mit einer jungen Patientin, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat. Wieso hat sie ihr Schweigen gebrochen? Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe, denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich – bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden genialen Ermittler einem furchtbaren Geheimnis auf.

  • Titel: Der Fluch von Pendle Hill
  • Autor/in: Oscar de Muriel
  • Preis: 10,00€ Taschenbuch
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442485061
  • Seiten: 512 Seiten
  • Erschien: 15. Januar 2018
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In die Story habe ich gut hineingefunden. Die Schreibweise ist flüssig, hatte aber hier und da kleine Schwachstellen. Ich kannte das erste Band noch nicht, war daher sehr gespannt und wurde zum Anfang auch nicht enttäuscht. Das Buch baut schnell eine Spannung auf, die sich bis zum Ende hinhält. Ebenso fasziniert war ich von der bildlichen Schreibweise. Einzelne Personen, sogar die Umgebung konnte man sich im Kopf sehr gut vorstellen und hatte teilweise klare Bilder vor Augen. Jedoch waren die Beschimpfungen im Buch mit dann doch etwas zu viel. Unter anderen viel das Wort Schl*** sehr oft. Das hatte mich sehr gestört nach einer Zeit.

Oscar de Muriel wurde in Mexico City geboren und zog nach England, um seinen Doktor zu machen. Er ist Chemiker, Übersetzer und Violinist und lebt heute in Cheshire. Mit seiner viktorianischen Krimireihe um das brillante Ermittlerduo Frey und McGray feiert er in seiner neuen Heimat große Erfolge.

Was ich sehr spannend und recht interessant an diesem Krimi fand, war das die Hexenprozesse von Pendle Hill tatsächlich stattgefunden haben und der Autor hier wirklich gut recherchiert hat. Mich begeistern solch Bücher, die Teile aus der Vergangenheit dazu holen und uns gleichzeitig aufklären. Dieses Buch handelt von einem äußerst mysteriösen Mord. Dieser soll etwas mit Hexerei zu tun haben und so führt der Fall immer wieder in die Irrenanstalt. Den wer hier ein Fantasie Buch erwartet hat leider Pech. Das Buch bleibt sehr menschlich und die Fantasie bleibt allein beim Autor. 

Die Zwei Hauptcharaktere Frey und McGray haben im ersten Band einen großen Fall zusammen aufgeklärt, jedoch scheint hierbei etwas passiert zu sein. Freunde, oder sogar richtige Partner scheinen die Zwei zum Anfang nicht zu sein. Das hinter einem jedoch nicht, die Zwei zu verstehen und ihren jetzigen Fall gut verfolgen zu können. Beide haben sehr unterschiedliche Charaktere, die gut zusammenpassen. Beide sind aber auch Dickköpfe, die eben oft aufeinanderprallen.

Ein spannendes und gutes Buch, dem ich gerne 5 Sterne geben würde, aber nicht kann. Die Beleidigungen, sowie zulanggezogene Kapitel haben mich hin und wieder gestört und mich ab und an gehindert weiter zu lesen. Empfehlen kann ich es dennoch, besonders für Fans von Krimi und Historik.

Liebe Grüße