Das Buch der Spiegel von E.O. Chirovici

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des todkranken Autors Richard Flynn erhält, ist er fasziniert, denn darin geht es um die 25 Jahre zurückliegende Ermordung eines bekannten Princeton-Professors. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass Flynn entweder den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch das Manuskript endet abrupt – und Flynn ist zwischenzeitlich verstorben. Wild entschlossen, das Ende der Geschichte zu erfahren, verbeißt sich Katz in den Fall. Dabei scheint er sich jedoch immer weiter von der Lösung zu entfernen. Denn im Spiegel der Erinnerung sieht er mehr als nur eine Wahrheit …

Ein Kriminalroman

Es gibt nichts Schöneres als mit einem guten Buch einen Tag entspannt abschließen zu können. Doch wenn ein Buch sich mit gerade einmal 384 Seiten so in die Länge ziehen kann, könnte es einem die Lust am Lesen verderben, oder? Zumindest bin ich froh, dass ich dieses Buch am Ende doch beendet habe, aber ich denke, wir fangen mal von ganz vorne an. Das Büchlein mit dem Titel Das Buch der Spiegel habe ich zufällig entdeckt und musste es unbedingt lesen. Es klang so interessant, dass man als Leseratte gar nicht an ihm vorbeigehen kann. Für gerade einmal 10€ das Taschenbuch, kann man auch nicht viel Falsch machen.

Der Einstieg in die Story fiel mir recht leicht. Los geht es sofort mit dem Hauptorganisten Peter Katz, der von Richard Flynn ein Manuskript zugeschickt bekam. Dort zu lesen sind Geschehnisse, die vor der Ermordung des Professors Joseph stattgefunden haben sollen und endet kurz vor der Tat. Der Mord wurde bis heute nie aufgeklärt. Um zu erfahren, ob Richard der Mörder ist und was genau passierte am Mordtag, versucht Peter alles um Richard Flynn aufzuspüren. Jedoch ist er schon längst verstorben.

Den Anfang fand ich ziemlich Spannend geschrieben und so flogen die ersten Seiten nur vor sich hin. Jedoch passierte irgendwann rein gar nichts mehr. Das Buch zog sich leider ziemlich in die Länge und ich habe oft überlegt es zu beenden. Erst als Peter den Journalisten John Keller dazu ruft, nimmt die Geschichte endlich fahrt auf. Hierbei muss ich auch sagen, dass mir der Charakter John mehr zusagt als Peter. Eine weitere und wichtige Person ist Ex-Polizist Roy Freeman, der relativ Spät in die Story dazu stößt. Nach und nach ist man so richtig im Buch angekommen und ich bin sehr froh, diesen Krimi zu Ende gelesen zuhaben. Über die vielen Wendungen war ich immer sichtlich überrascht. In der Mitte noch alles vorhersehbar war das Buch am Ende sogar ziemlich spannend.

Ein Buch, dass ich am Ende dennoch nur 3 Sterne geben kann. Mich hat es etwas gestört, dass die Story erst zum Ende hin wirklich gut war.

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  • Titel: Das Buch der Spiegel
  • Autor: E.O. Chirovici
  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (18. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442487552
  • Preis: 10€

E. O. Chirovici stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien und wohnt heute mit seiner Frau in Brüssel. In Rumänien hat er sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Sein erster Roman in englischer Sprache, »Das Buch der Spiegel«, hat für eine internationale Sensation gesorgt und wurde in 38 Länder verkauft.