Das Mama Dasein – Wenn der Schlaf zu kurz kommt.

Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut, jeden Monat zum Arzt zu gehen. Das Kind im Bauch erblicken zu können, die Veränderungen. Alles war so unbeschreiblich. Doch mit den Monaten, in dem der Bauch wächst, wurden die Nächte kürzer. Das Liegen wurde unbequem, der Rücken schmerzte und die Beine? Die sahen aus wie Elefantenbeine. Das Wasser lagerte sich immer mehr ab und jeder Schritt, wurde zur Qual. In den letzten zwei Monaten, war ich so Müde, dass ich im Stehen hätte einschlafen können. Doch mit der Geburt des Kindes, wurde es schlimmer. Trotzdem fand ich einen Weg, meine Müdigkeit nicht an andere herauszulassen.

Mit diesem Post möchte ich euch meine Tipps zum Stress-abbauen geben und das es gar nicht so schlimm ist, manchmal das „Mama Dasein“ zu bereuen.

*************Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ ********Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ*********Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ ********Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ************

Als mein Kind nach 17 Stunden Wehen und den Notkaiserschnitt endlich da war, war ich so Glücklich. Ich liebte mein Kind schon, als es noch im Bauch war. Aber dieses Gefühl, das Kind das erste Mal zu berühren, ist das schönste, was mir je passiert ist. In der ersten Nacht war ich noch zu benommen von der Narkose, sodass sich die Ärzte hauptsächlich um den Kleinen gekümmert haben. Doch der Tag darauf, veränderte alles.

Das Kind schlief das erste Mal bei mir. Und obwohl ich wusste, dass es des Öfteren mir den Schlaf nimmt. Ist man nicht darauf vorbereitet. Aller 2 Stunden waren wir wach und ich kämpfte mit mir. Mit der Müdigkeit. Während des Stillen fielen mir immer wieder die Augen zu. Und immer wieder, wurde man mit einem Schlag wach, um zu schauen, ob es dem Kind gut geht.

Die Tage vergingen, die Müdigkeit wuchs. Aber nicht nur die wuchs in mir. Auch die Wut, die Wut ein Kind zu haben. Die Wut einen Mann zu haben. Man wollte für sich sein, seine Ruhe haben, schlafen. Aber das ging nicht. Mir war bewusst, ich musste etwas zu tun, bevor ich meine Wut an andere auslasse…..

*************Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ ********Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ*********Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ ********Ƹ̴Ӂ̴Ʒ ƸӜƷ************

  • Ich verzichtete auf Kaffee und trank Tee. Keinen bestimmten, ich mochte die Abwechslung. Ich merke, wie unruhig der Kaffee einem wirklich macht und der Tee mich beruhigt. Aber auch auf das Essen, achtete ich. Mehr frisches kam auf den Tisch.
  • Ich ging des öfteren vor die Tür, auch bei Regen. Mein Kind schlief im Kinderwagen immer sofort ein. Ich genoss die Ruhe und die frische Luft. Außerdem ist es gut für die Figur. Und die Hasste ich noch mehr, als die Müdigkeit. Unterwegs traf ich immer wieder mal Freunde, die mir strahlend entgegen kamen. Bei fragen wie es mir geht? „Mir geht es super“. Immer diese Lügen. Im Wirklichkeit ging es mir echt „sch****“. Was sollen auch diese blöden Fragen? Aber keine will hören, wie es dir wirklich geht. Sie wollen, dass du sie belügst.
  • Auch wenn das vielleicht etwas merkwürdig klingt, aber Oma und Opa sind auch noch da, also gab ich mein Kind weiter. Auch der Rest der Familie, dürfte sich  1–2 Mal die Woche für ein paar Stunden freuen, den Kleinen zu nehmen. Und ich? Nutze die Zeit für mich. Legte mich hin und schlief oder nahm einfach mal ein paar Wellnessstunden. Aber auch für den Haushalt, spannte ich meine Verwandtschaft ein. Den dafür war gerade in den ersten Wochen nicht wirklich Zeit. Wenn der Kleine schlief, legte ich mich oft mit hin. Aller paar Tage musste ich auch mal raus, ohne Kind. Den auch der Papa sollte die Zeit mit dem Kind haben. Für mich waren diese Stunden, ohne Kind oftmals befreiend. Es ist wichtig, dass man sich die Zeit für sie nimmt.
  • Nun gab es auch Nächte, an denen das Kind nur schrie. Zum Beispiel beim Wachstumsschub. Ich war insbesonderes bei solchen Nächten ganz schön verzweifelt und ist teilweise überfordert. Wenn es mir zu viel wurde, legte ich das Kind kurz in sein Bettchen und ging mal für 2–3 Minuten an die Frische Luft. Egal ob er weinte. Sicherlich werden jetzt einigen „Überfürsorgliche Mütter“ oder „Kinderlose Mädels“ sagen, wie kannst du nur. Aber es hilft wieder runter zu kommen. Ebenso hilft es, sich abzulenken. Das Kind auf den Arm, nebenbei etwas lesen. Am besten vorlesen. Egal was. Lesen beruhigt nicht nur dich, sondern auch dem Kind.
  • Ab und an, habe ich es auch gehasst, Mutter zu sein. Aber glaubt mir. Das ist normal und vergeht auch ganz schnell wieder. Manchmal ist man einfach überfordert und dann hat man solche Gedanken. Darüber sollte man sich nicht schämen, das haben alle/viele Mütter mal. Aber keiner will es zugeben. Außerdem geht die Zeit, an denen man nach dem Schlaf lediglich verzweifelt sucht vorbei. Um so älter das Kind, umso länger schläft es. Und dann kommen ganz andere Herausforderungen auf einem zu. Zum Beispiel dem „Nein“ sagen.

Ich war in den ersten paar Monate nicht unbedingt überglücklich Mutter zu sein. Wenn man Müde ist, ist man unkonzentriert und neigt dazu Gefühlsausbrüche zu haben. Man wird zickig und auch an den Partner, ließ ich so einiges aus. Nicht umsonst trennen sich wohl die meisten Paare kurz nach der Geburt. So sehr wie ich auch mein Kind liebe, heute die glücklichste Mama der Welt bin „sollte jede Mama sein“, so würde ich dieses nicht noch einmal erleben wollen. Daher wird es in meinem Leben kein zweites Kind geben. Ich ziehe auch die Hut vor den Müttern, die kurz nach dem ersten Kind noch eines bekommen und dann vielleicht anschließend das dritte……. Am Ende ist aber jede Mama anderes und jede Mama kommt anderes mit der Situation klar.

Liebe Grüße

Und jetzt habe ich noch ein kleines, für mich sehr süßes Video. Da war der Kleine Mann ein paar Monate alt 😉

  1. Katrin

    Dezember 29, 2016 at 10:10 pm

    Das Video ist ja niedlich 🙂
    Ich selber habe jetzt keine Kinder, kenne das aber von meiner Mama. Die hat vor 5 Jahren meine kleine Schwester bekommen und das obwohl sie keines mehr wollte. Sie sah manchmal schon ganz schön fertig aus. Wenn es mir möglich war, nahm ich meine Schwester nach der Schule für 1-2 Stunden.

    Alles liebe
    Katrin

  2. Moni

    Dezember 29, 2016 at 10:11 pm

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich habe zwei Jungs, inzwischen schon etwas älter. Aber mein zweiter Sohn war ein Schreikind, was mir am ende meine Ehe gekostet hat. Inzwischen bin ich aber wieder Glücklich und meine Kinder schlafen durch.

    Grüße Moni

  3. Sandra

    Dezember 30, 2016 at 12:12 am

    Ok… meinen ersten Kommentar habe ich gelöscht, der klang nicht so wie ich ihn haben wollte, zu viel Geschwafel.
    Ich möchte einfach nur sagen, dass ich deinen ehrlichen Beitrag sehr viel mehr wertschätze als das ganze heitere Sonnenschein Gerede und Geschreibe, das man überall findet. Und ich finde, du hast einige gute „Tipps“ bzw. „Tricks“ an uns (noch) nicht Mütter darin aufgelistet. Einfach mal rausgehen, sich Zeit für sich nehmen oder Aufgaben an die Familie verteilen und vor allem auch dem Papa des Kindes was zutrauen, all das finde ich sehr wichtig – zumindest jetzt, mal sehen, wie ich das irgendwann mal mit Kind sehen werde. Aber jetzt, so nicht schwanger, finde ich deinen Beitrag ganz großartig! 🙂

    Lieben Gruß,
    Sandra

  4. Gilda

    Dezember 30, 2016 at 12:14 am

    Wie schön, dass du Wege gefunden hast doch nochmal zur Ruhe zu kommen. Ich stelle es mir auch sehr anstrengend vor, wobei man das Gefühl wahrscheinlich erst wirklich nachvollziehen kann, sobald man auch ein Kind bekommt.

    Ein toller Beitrag, schön dass du deine Tipps mit anderen Müttern teilst.

    LG Gilda

  5. Chiara

    Dezember 30, 2016 at 12:38 am

    Hallo!
    Ich kenne das Problem (noch) nicht, aber ich finde deine Eindrücke ganz toll und fühle mich dadurch irgendwie bisschen „vorbereitet“ 😀

    Liebe Grüße

  6. Sarah

    Dezember 30, 2016 at 9:42 am

    Endlich mal jemand der Ehrlich ist.
    Sonst lies man immer, wie toll das Mutter sein ist. Aber keiner erzählt, wie es wirklich aussieht. Habe selber einen Sohn und kenne das Problem daher nur zu gut. Deine Tipps finde ich sehr gut.

    Liebe Grüße
    Sarah

  7. Anni

    Dezember 30, 2016 at 10:28 am

    Ich hab zwar kein Kind, aber das mit dem Kaffee kann ich genauso unterschreiben. Vor einem Monat ist meine Kaffeemaschine kaputt gegangen. Anstatt mir eine neue zu kaufen, wollte ich erstmal meinen Vorrat an Schwarztee leeren und seitdem trinke ich nichts anderes mehr. Es macht genauso wach, aber auf angenehmere Art und weise.

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

  8. Andrea

    Dezember 30, 2016 at 10:54 am

    So ein süßes Video! Ich stelle es mir auch sehr stressig vor, wenn der Schlaf ständig zu kurz kommt. Respekt an alle Mütter! Matcha macht übrigens auch sehr gut wach.

  9. Mona

    Dezember 30, 2016 at 1:17 pm

    Ich finde es super, dass du so ehrlich deinen Weg teilst. Mein Thema ist es noch nicht, daher kann ich mir nur schwer vorstellen, wie sehr, positiv aber eben auch mit Schwierigkeiten verbunden, ein Kind das Leben auf den Kopf stellt.
    Liebe Grüße, Mona

  10. Michelle Früh

    Dezember 30, 2016 at 3:25 pm

    Ein richtig toller Post und ich kann mir vorstellen, dass es nicht immer einfach ist. Ich habe zum Beispiel als Baby ganz oft Nachts geschrien. Die erste Nacht 8 Stunden am Stück. Damit habe ich meine Eltern ganz schon auf Trapp gehalten. Aber wenn man das alles außer acht lässt, ist es bestimmt das schönste Geschenk.
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

  11. Janine

    Dezember 30, 2016 at 6:28 pm

    Omg das Video ist sooo süß 🙂 ich selber habe keine Kinder, kann mir demnach nicht vorstellen wie es ist. Aber klingt anstrengend 😀

    Alles Liebe,
    janine

  12. Tanja's Everyday Blog

    Januar 7, 2017 at 8:31 pm

    Ich sehe gerade viele Parallelen, wenn nicht überall aber doch sehr oft. Meine erste Entbindung war kein Zuckerschlecken und ich landete ein paar Stunden danach wegen einer Uterusatonie auf dem NotOP-Tisch. Den nächsten Monat durfte ich meine Kleine nicht heben, wenn ich allein war… Das brachte mich oft zum Verzweifeln, weil ich mich nicht als eine gute Mutter fühlte. Doch es wurde erst Monate später leichter. Und erst als die Kleine auch etwas besser geschlafen hat. Davor musste ich sie in den Schlaf schaukeln und das hab meinen Bandscheiben auch nicht gefallen… Doch jetzt bin ich sicher, dass auch die unruhigsten Babys irgendwann mal durchschlafen und wir ein paar Minuten oder Stunden für uns haben 🙂
    Liebe Grüße
    Tanja

    1. Himmelsblume

      Januar 7, 2017 at 8:42 pm

      Hallo Tanja.

      Danke für deinen Lieben Kommentar und deine Ehrlichen Worte. Das man sich „nicht als gute Mutter fühlt“ hatte ich auch hin und wieder. Und du hast recht, es wird leichter. Man lernt auch mit der Zeit 😉 Alles liebe

Comments are closed.